The Byun Shi-Ji Atlas WORKS · FŪDO · LANGUAGES
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BYUN SHI-JI · FŪDO 068

Erscheinung

Apparition

2003 · Jeju, late period

Byun Shi-Ji, Apparition, 2003, Jeju Fūdo painting

Werktext

Die ganze Fläche
wogt von trockenem Licht.
Wie Wellen,
wie ein Feld,
ganz und gar eine gelbliche Struktur.
In ihrer Mitte
ein Pferd und ein Mensch,
zu einer schwarzen Masse verschlungen,
halten einander fest.
Darüber hängt eine trockene Sonne.
Unter diesem Licht
verliert,
was lange gewartet hat, seine Bewegung.
Mensch und Pferd
erstarren, aneinandergelehnt.
Unfähig zu gehen,
unfähig loszulassen,
werden sie schließlich zu einem einzigen Stein.
Auch als Stein
ist es die Gestalt eines Herzens,
das sein Warten nicht ablegen konnte.

Schlüsselkontext

Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.

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