Werktext
Der Wind fegte über das Feld.
Das strohgedeckte Haus stürzte zur Seite ein,
und die Steinmauer verlor ihre Form.
Fern, unter dem Horizont,
stehen eine alte Gestalt und ein Pferd, aneinandergelehnt.
Das Haus konnte den Menschen nicht schützen,
doch Mensch und Pferd
schützen einander noch.
Auch wenn der Ort der Rückkehr zerfällt,
solange ein Wesen an der Seite bleibt,
beginnt das Leben von neuem.
Schlüsselkontext
Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.
