Werktext
Ein schwarzer Fels
liegt lang hingestreckt.
Links ein kleiner Kahn,
rechts ein Vogel.
Schräg
nehmen sie den Wind auf.
Darunter ein Pferd,
und an seinen Hals
lehnt sich ein Mensch.
Pferd und Mensch und Vogel,
alle sind geneigt.
Diese Übereinstimmung ist kein Zufall.
Sie ist
die Signatur des Windes.
Unter einem Wind, der in eine Richtung weht,
geben Großes wie Kleines
ihren Leib
zur selben Seite hin.
Ausharren
heißt nicht nur durchzuhalten.
Vielleicht heißt es, um nicht zu brechen,
sich gemeinsam zu neigen.
Schlüsselkontext
Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.
