Werke/FŪDO 019
Taifun
Typhoon
Grunddaten
| Kennnummer | FŪDO 019 |
|---|---|
| Titel | Taifun태풍Typhoon |
| Entstehungsjahr | 1983 |
Werktext
Text: Byun Joung Hoon
Weiße Wogen schlagen in das weite Meer.
Eine schwarze Klippe streckt ihren Kopf zum Meer, und auf dem Grat darüber stehen ein Pferd und eine Reihe von Bäumen.
Zwischen den Klippen stürzt ein einzelner weißer Wasserlauf herab, und fern erhebt sich der Hallasan niedrig.
Am rechten Ufer kauert ein Mensch, klein.
Es gibt zwei Wege, dem Wind zu begegnen: sich ihm entgegenzustellen oder mit ihm zu gehen.
Was zu aufrecht steht, bricht zuerst.
Die Bäume auf dem Grat legen sich mit dem Wind gemeinsam nieder. Sie haben nicht verloren, sondern das Leben gewählt.
So auch der zusammengekauerte Mensch. Sich zusammenzukauern ist keine Schande. Ein großer Baum bricht, doch das Zusammengekauerte überlebt.
Ausharren heißt nicht, den Wind zu besiegen, sondern sich gemeinsam zu biegen, gerade so viel, dass man nicht bricht. So gebeugt, bleiben sie bis zuletzt.





