Werke/FŪDO 020
Das Meer im Sturm
The Sea in Storm
Grunddaten
| Kennnummer | FŪDO 020 |
|---|---|
| Titel | Das Meer im Sturm폭풍의 바다The Sea in Storm |
| Entstehungsjahr | 1993 |
Werktext
Text: Byun Joung Hoon
Der Wind
hat einen einzelnen Baum ganz zur Seite geneigt.
Zweig und Blatt,
alles ist auf eine Seite gerissen.
Das wilde Gras
legt sich als weißer Streifen nieder.
Kein einziger Halm widersteht,
alle zur selben Seite.
Ein Pferd
und ein alter Mann
stehen dicht beieinander, Leib an Leib.
Die Wärme des Pferdes geht auf den Menschen über,
seine Hand liegt auf dessen Hals.
Ein strohgedecktes Haus
duckt sich innerhalb der Steinmauer.
Sich niederzulegen
ist kein Verlieren.
Es ist eine Weise, den Leib dem Wind zu überlassen.
Das Gras legt sich,
der Baum biegt sich.
Der alte Mann, an der Seite des Pferdes,
hält am Ende die Füße am Boden.
Wenn der Wind nachlässt,
richtet sich das Gras wieder auf.
Jeder einzelne Halm,
am selben Ort, an dem er lag.
Ausharren
heißt nicht, nicht zu fallen,
sondern die Kraft, sich wieder aufzurichten,
in der Erde zurückzulassen.





