Werktext
Ein Mann und ein Pferd kehrten am Ende eines weiten Weges zurück. Das
Pferd senkt den Kopf, und der Mann steht mit müdem Körper an seiner
Seite. Zurückkehren heißt nicht, in die Zeit vor dem Fortgehen
zurückzugehen. Das Haus ist leer, wer gewartet hatte, ist nicht mehr da, und
die vergangene Zeit öffnet sich nicht wieder. Und doch kehren sie zurück.
Am Ende jedes Aufbruchs gibt es etwas, das zurückkehrt, wie müde auch
immer. Auch wenn der Weg verloren ist, auch wenn der Körper sich beugt,
auch wenn niemand einen empfängt, bleibt ein Herz, das sich am Ende
in seinen Bildern hinterlassen wollte. Der Aufbruch war Schicksal, die
Rückkehr war Bestimmung.
Schlüsselkontext
Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.
