Werktext
Er sieht weder das Meer noch die Sonne noch das Pferd an seiner Seite.
Er ist tief in die Welt in seinen eigenen Händen eingetaucht.
Wie weit die Welt auch sei, ihm genügt ein einziger Fleck unter dem Baum.
Weil niemand ihn ruft, kann er ganz und gar verweilen.
Das Pferd tut das Seine, das Boot das Seine, die Sonne das Ihre.
Weil sie einander nicht berühren, stören sie einander nicht.
Der Friede war das Licht, das am Ende des Sichentfernens, des Leerens, des
Zurücktretens
sich still auf einen leeren Fleck senkte, wo niemand war.
Auch wenn die Sonne sinkt, steht er nicht auf,
als dürfe die Welt ihn ruhig vergessen.
Schlüsselkontext
Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.
