Werktext
Mitten im Feld ein strohgedecktes Haus.
Die Kiefer steht aufrecht und wirft ihren Schatten aufs Dach.
Vor dem Haus wartet der Ochse still auf jemanden.
Es ist kein leeres Haus.
Es ist ein Haus, dessen Menschen nur kurz fort sind.
Die Sonne ist hell.
Sie breitet ihre Strahlen aus und beleuchtet das Haus.
Ohne Aufbruch
und ohne Abschied,
der Mittag eines gewöhnlichen Tages.
Schlüsselkontext
Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.
