Werktext
Über dem Haus stehen zwei Bäume.
Auf der Mauer sitzen zwei Krähen.
Das Haus ruht in den Armen der Steinmauer,
und die Dinge an Land haben alle etwas an ihrer Seite.
Nur auf dem Meer treibt ein einziges Boot, allein.
An dem Ort, wo die Bleibenden einander zur Seite werden,
warten sie lange auf den einen, der fortgegangen ist.
Warten ist vielleicht das:
dass die, die etwas an ihrer Seite haben,
den einen, der niemanden mehr an seiner Seite hat,
am Ende nicht vergessen.
Schlüsselkontext
Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.
