Werktext
Dasselbe Ieodo-Thema wie die Werke 01 und 63.
Ein raues Meer
schob ein kleines Boot ans Ufer.
Das Boot kehrte zurück,
doch der Fischer war nicht zu sehen.
Eine Krähe
blickt auf das leere Boot und schreit.
Weil niemand da ist, der weint,
weint der Vogel an seiner Stelle.
Das leere Boot
ist das einzige Zeugnis
für einen, der nicht zurückkehren konnte.
Das Meer schweigt,
und nur der Schrei der Krähe
bezeugt diese Abwesenheit.
Schlüsselkontext
Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.
