Werktext
Ein strohgedecktes Haus sitzt niedrig in der Mitte des Feldes. Der Baum neigt sich
zur Seite, und ein Schwarm Krähen kreist und füllt den Himmel. Auf der Veranda
ein Mensch, im Hof ein Pferd. Alle scheinen für sich zu sein, und doch sind sie im
selben Wind. Der Wind ist nicht zu sehen. Doch das Haus, der Baum und die Vögel
kennen seine Richtung schon. Fūdo heißt: Eine unsichtbare Kraft lässt eine ganze
Welt gemeinsam leben.
Schlüsselkontext
Byun Shi-Ji war ein koreanischer Maler der Moderne und Gegenwart, der Jejus Fūdo nicht als Kulisse, sondern als Bedingung des Daseins malte. Einsamkeit, Warten, Wind und die Farbe trockenen Grases verbinden seine Kunst zu einem glokalen koreanischen Modernismus.
